Asus GeForce GTX 750 Ti OC (2GB GDDR5): Grafikkarten Infobericht 2015

Die Asus GTX 750 Ti OC 2GB ist für ca. 140€ erhältlich und basiert auf Nvidias erstem Ableger der Maxwell-Generation, dem GM107. Sparsamkeit und Leistungseffizienz zeichnen die GTX 750 Ti OC als interessante Grafikkarte für sehr kompakte Silent-Systeme aus, die dennoch ein Mindestmaß an 3D-Leistung für gelegentliche Ausflüge in Computerspiele beinhaltet.

Asus GeForce GTX 750 Ti OC (2GB GDDR5) - Beitragsbild #1Asus GeForce GTX 750 Ti OC (2GB GDDR5) - Beitragsbild #4Asus GeForce GTX 750 Ti OC (2GB GDDR5) - Beitragsbild #3

Design, Schnittstellen und Lieferumfang
Der bewährte Direct-CU-Kühlkörper mitsamt Wärmeleitpaste kommt in abgewandelter Form auch bei Nvidias Einsteigerklasse zum Einsatz. Prinzipiell bleibt der ohnehin nicht als Hitzkopf bekannte GM107-Chip dem zulässigen Temperaturlimit von maximal 84°C deutlich fern. Der doppelte Axial-Lüfter und Alublock garantieren einen äußerst leisen Geräuschpegel unter maximaler Last. Auf die verbreiteten Heatpipes verzichtet Asus gänzlich. Grund hierfür ist eindeutig die verringerte Abwärme der GTX 750 Ti. Das schwarze PCB beansprucht 2-Slots und misst aufgrund des überstehenden Lüfters 21,5 cm Länge. Mittels VGA, 2x DVI und 1x HDMI 1.4a lassen sich Bildschirme an die Grafikkarte anschließen. Der Hersteller spendiert der Grafikkarte einen zusätzlichen 6-Pin-Stromanschluss – was eine Versorgung mit bis zu 150 Watt theoretisch zulässt.

Erstaunlich: Üblicherweise benötigt eine Geforce GTX 750 Ti keinen zusätzlichen Stromstecker. Auch die Asus-Variante erhält wegen seines geringen Grundbedarfs von 60 Watt genügend Strom über den PCIe-Steckplatz (3.0), verweigert aber ohne angeschlossenen Stromstecker den Systemstart. Dies ist besonders ärgerlich, wenn Nutzer bewusst eine sparsame Karte kaufen und ihr Netzteil nicht über den dafür notwendigen PCIe-Stecker verfügt. Ein passender 6-Pin-Adapter fehlt leider als Zubehör.

Es liegen neben der Grafikkarte nur Treiber-CD und Quick-Guide im Paket bei.

Leistung und Kühlung
Die leichte Werksübertaktung umfasst 52MHz gegenüber dem Referenzmodell. So erreicht der Boost-Clock einen Wert von 1150MHz, während die 2 GB GDDR5-Speicherbausteine mit 1350MHz auf dem vorgegebenen Standardniveau in einem 128-Bit-Interface arbeiten. Die Stromversorgung per PCIe-Steckplatz genügt für diese Werkseinstellungen vollkommen. Der Verbrauch liegt unter Last bei ungefähr 60 Watt, wobei niemals mehr als 60 °C Betriebstemperatur vorherrscht. SLI-Kompatibilität behält Nvidia hochwertigeren Grafikbeschleunigern vor. Auch die Asus GTX 750 Ti OC 2GB verfügt nicht über die dafür notwendige SLI-Brücke. Primär ist die Karte als energieeffizienter Leisetreter konzipiert, dementsprechend fällt auch die Rohleistung nach heutigem Stand bestenfalls noch akzeptabel aus.

Als Mittelklassemodell der Gaming-Grafikkarten zielt Asus mit seinem Schützling vor allem auf Gelegenheitsspieler ab, die ältere oder grafisch nicht allzu fordernde Titel spielen möchten. The Witcher 3: Wild Hunt pendelt sich erst auf mittleren Voreinstellungen – die optisch laut anderen Testquellen immer noch sehr ansprechend wirken – bei der 30-FPS-Marke ein. Bereits die GTX 960 2GB ab 200€ rechnet in der Regel 50 % schneller.

Fazit
Aus heutiger Sicht ist die Asus GTX 750 Ti 2GB OC für PCI-Express 3.0 das absolute Minimum für Spiele-PCs und befeuert 3D-Spiele unter Full-HD mit noch ausreichender Leistung, sofern bei aktuellen Grafikblockbustern wie The Witcher 3: Wild Hunt deutliche Einschnitte bei der Grafikqualität hingenommen werden.

Spielern, denen der Verzicht auf sehr hohe Grafikdetailstufen, 60 Bilder pro Sekunde, aktivierte Kantenglättung, Downsampling oder qualitativ hochwertige Schatten- und Lichtberechnung unzumutbar erscheinen, müssen jedoch nach einer performanteren Alternative Ausschau halten und die Geldbörse weiter öffnen.

Das OC-Potenzial ist ohne Veränderung des niedrig angesetzten Power-Targets eher durchschnittlich, kann aber per Tweak-Tool um satte 20% angehoben werden – auf eigenes Risiko. Schon bald schickt Nvidia jedoch den direkten Nachfolger, die GTX 950 auf Basis des Maxwell 2.0, ins Rennen. Preise der Boardpartner stehen noch nicht fest, könnten aber eine interessante Ausweichmöglichkeit zur Asus GTX 750 Ti darstellen. Für stark eingeschränkte Budgets ist die Asus GTX 750 Ti OC aktuell eine sparsame, leise und kühle Wahl für Gamer ohne große Ansprüche.


Pro
+ günstiger Einstieg ins 3D-Gaming
+ klein, kühl und leise

Contra
 Grafikdetails müssen für 30 FPS oft reduziert werden
kaum Reserven für zukünftige Titel
benötigt zusätzlichen Stromstecker für Betrieb

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