Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5): Grafikkarten Infobericht 2015

Asus gelingt mit der GTX 970 Strix ein ganz besonderer Wurf. Die DirectX-11-Karte (bald auch DirectX 12 unter Windows 10) ist sehr performant, lautlos im 2D-Betrieb und hält sich laut anderer Tests unter selbst großer Auslastung akustisch dezent im Hintergrund. Ein kleiner Überblick, warum die Asus GTX 970 Strix auf Maxwell-2.0-Basis (GM204) für PC-Spieler auf deren Wunschliste berücksichtigt werden sollte.

Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5) - Beitragsbild #1Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5) - Beitragsbild #2Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5) - Beitragsbild #3

Design, Schnittstellen und Lieferumfang
Das PCB-Design liegt in klassischem Schwarz vor, der Direct-CU-Kühler mit Backplate und elegantem Asus-Schriftzug ist sehr schick ausgefallen und setzt sich in dieser Hinsicht von zahlreichen Mitbewerbern ab. Die Bauhöhe im 2-Slot-Design und 27,5 cm Länge erfordern ein ausreichend dimensioniertes PC-Gehäuse. Als Kühllösung vertraut Asus erneut auf den beliebten Direct-CU-II-Kühlkörper mit Kupferkern, Alublock und 3 Heatpipes.

Der beschnittene GM204-Chip verfügt über 1664 Shader-Einheiten (Cuda Cores). Anders als viele GTX-970-Karten verbaut Asus nur einen einzigen PCIe-Stromanschluss in der 8-Pin-Variante. Maximal kann die Grafikkarte so 225 Watt für den Betrieb anfordern.

Via HDMI 2.0 (nur HDCP 1.3) existiert auch die Möglichkeit, Bildmaterial in UHD-Auflösung mit 60Hz zu übertragen. Ansonsten existieren noch DisplayPort 1.2 sowie zwei DVI-Steckplätze als Alternative.

Absolut spartanisch fällt der Lieferumfang aus: Neben der Grafikkarte gibt es nur eine Treiber-CD und einen Quick-Guide für die Installation der Hardware. Zusätzlich unterstützt Nvidia erneut mit GeForce Experience und Shadowplay Aufnahmen und Streaming im H.264-Format via GPU-Beschleunigung – ein interessantes Feature für Streamer.

Leistung und Kühlung
Im 3D-Betrieb bleiben Temperatur (68 °C) und Lautstärke mit 34 dB (A) auf einem exzellenten Niveau, was in anderen Testquellen bestätigt wurde. Unter Windows deaktivieren sich die Lüfter vollständig, nur MSI und Palits GTX-970-Ableger können mit dieser Eigenart ebenfalls aufwarten. Dank des frei einstellbaren Power-Targets bis 120 % per Asus-Tool gibt es für Experimentierfreudige reichlich Freiraum für Übertaktungsversuche.

Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5) - Beitragsbild #4Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5) - Beitragsbild #5Asus GeForce GTX 970 Strix (4GB GDDR5) - Beitragsbild #6

Allgemein stellt die Asus GeForce GTX 970 Strix massig Rechenleistung für Full-HD-Spiele in höchsten Details bereit, gelegentlich lassen sich einige Titel auch in höheren Auflösungen (wahlweise auch per Dynamic Super Resolution) spielen. Die Chipleistung ist werksseitig im maximalen Turbomodus bereits rund 130MHz (1304MHz) höher getaktet im Vergleich zu einer gewöhnlichen Nvidia GTX 970. Schade nur, dass nach längerem Betrieb das zu knapp bemessene Power-Target den Kerntakt auf ca. 1200 MHz zurücksetzt, in verschiedenen Tests wurde dies bemerkbar.

Unangetastet bleibt hingegen der 4 GB große GDDR5-Speicher mit 1750 MHz, der wiederum typisch für die GTX-970-Serie über einen 3,5 GB (224-Bit) schnell und 512 MB (32-Bit) langsam angebundenen Speicherbereich verfügt. Wird die magische Grenze von 3,5 GB nicht überschritten, sind die Leistungswerte wahrhaft fantastisch und sorgen für ein flüssiges Spielerlebnis, welches in 1920 x 1080 Pixeln kaum Raum für Verbesserungen offen lässt. Echte Grafikperlen wie Watch Dogs oder Assassin's Creed Unity fordern aber auch hier ihren Tribut: deutlich mehr als 50 FPS (1080p) sind auf maximalen Details nicht drin, was aber auch an der exorbitant detailfreudigen Präsentation der betroffenen Titel liegt.

Allgemein ist die Asus GeForce GTX 970 Strix der unteren Oberklasse zuzurechnen und entpuppt sich als ein echtes Schnäppchen, was das Preis-Leistungs-Verhältnis in Nvidias GPU-Portfolio anbelangt.

Fazit
Einer der wohl ärgsten Rivalen der MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G ist die Asus GeForce GTX 970 Strix und bietet verdächtig ähnliche Qualitäten. Lediglich die Leistungswerte fallen minimal geringfügiger aus. Es handelt sich um rein messbare, aber nicht spürbare Unterschiede. So empfiehlt sich die Asus GeForce GTX 970 Strix als High-End-Grafikkarte für alle PC-Gamer, die in Full-HD in der Regel keinerlei Kompromisse in Sachen Detaildarstellung eingehen möchten.

Asus hebt die besten Eigenschaften der GM204-Serie hervor: Effizienz, Leistungsstärke und trotzdem leicht und leise zu kühlen. In höheren Auflösungen kann der beschnittene Speicher laut anderer Testquellen schnell zum Bremsklotz werden, da die aktuell absolut ausreichende 3,5 GB Grenze überschritten werden könnte.

Ältere oder genügsamere Spiele profitieren von verbesserter Kantenglättung (MFAA) oder Dynamic Super Resolution, welche selbst bei nativen Full-HD-Bildschirmen deutlich mehr Details herauszuholen vermag. Besitzern schwächerer GTX-960-Modelle wird dieser Luxus oft wegen fehlender Chipleistung verwehrt. Die Asus GeForce GTX 970 Strix erhält eine klare Kaufempfehlung.


Vorteile
+ großartige Performance unter Full-HD
+ DSR zur Aufwertung der Bildqualität zuschaltbar
+ flüsterleises Kühlerdesign
+ anpassbares Power-Target für OC

Nachteile
Speichereinschränkung durch geteiltes Speicherinterface
voreingestelltes Power-Target bremst die Karte minimal aus
relativ langes PCB
keine Extras als Zubehör

Jetzt mit deinen sozialen Netzwerken teilen!

Weitere Informationen zu dem Thema: