Zotac GeForce GTX 970 (4GB GDDR5): Grafikkarten Infobericht 2015

Zotac's kleinste GeForce GTX 970 (PCI-Express 3.0) gefällt auf den ersten Blick mit recht kurz gehaltenem PCB, Axial-Lüfter und attraktivem Preis von ca. 330€ (August 2015). Vor allem Besitzer eines kleinen PC-Gehäuses oder Barebones spricht die kleine Bauform an.

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Design, Lieferumfang und Anschlüsse
Die High-End-Grafiklösung von Zotac bietet Anschlüsse für DisplayPort, HDMI 2.0 und zweimal DVI. Die beiden Axiallüfter besitzen einen Durchmesser von 85 mm, darunter befinden sich ein Kühlblock aus Aluminium und drei kupferne Heatpipes. An zwei 6-Pin-Steckern werden zusätzliche Kabel zur Stromversorgung angebracht und erlauben somit eine maximale Auslastung von 225 Watt. Der Stromverbrauch beläuft sich unter Last auf ungefähr 160 Watt, ein bescheidenes aber technisch solides PCIe-Netzteil mit 400 Watt Leistung genügt für diesen Beschleuniger vollkommen.

Als Zubehör legt Zotac neben Treiber-Software, Garantiekarte noch ein DVI-VGA-Adapter und zwei 6-Pin-auf-Molex-Adapter für Netzteile ohne PCI-Expresskabel an.

Leistung und Kühlung
Während im Desktop die Lüfter mit 29 dB(A) nur reduziert arbeiten, drehen diese unter 3D-Last laut anderer Tests merklich auf. Ein Anwärter auf Silent-Rekorde ist die Zotac mit 39 dB(A) zwar nicht, liegt aber immer noch in einem zumutbaren Bereich. Ein etwas auffälligeres Problem stellt jedoch das Spulfiepen dar, das zumindest bei einigen Boardpartnern der Maxwell-Reihe eine unappetitliche Gastrolle spielt. Zwar wird das hochfrequente, zirpenartige Geräusch vom Lüfter teils überdeckt, kann aber beim geschlossenen Gehäuse unter sehr hohen FPS-Raten wie 144 oder 120 herausgehört werden. Daher ist immer eine Einschränkung der Bilder pro Sekunde per vertikaler Synchronisation oder FPS-Begrenzung ratsam, was auch der unangenehmen Akustik effektiv einen Riegel vorschiebt.

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Die Temperaturen unter maximaler Last nähern sich der Grenze von 80 °C – ein warmer aber unbedenklicher Wert für die bis zu 95 °C spezifizierte Maxwell-2.0-Architektur. Aufgrund der nur mäßig effektiven Kühlung ist auch das OC-Potential erheblich eingeschränkt. Die Standardtaktraten sind eigentlich beim maximalen Boost bereits mit 1278MHz erfreulich hoch ausgefallen, können aber nicht dauerhaft gehalten werden, dies wurde in anderen Testquellen ersichtlich. Hier erweist sich das Powertarget als Nadelöhr, das den theoretisch guten OC-Modus unter längerer Belastung auf bescheidene 1170MHz zurückfallen lässt.

Die RAM-Bausteine mit einer Gesamtgröße von 4 GB GDDR5 (224 Bit + 32 Bit) sind für 1750 MHz ausgelegt und folgen damit der Nvidia-Vorgabe. Auch hier sollte Käufern bewusst sein: Die verlangsamten, letzten 512 MB des Speichers reduzieren diese Karte praktisch zu einer 3,5GB-Variante. Werden tatsächlich 4 GB komplett beansprucht, stellen sich störende Mikrostotterer und Nachladehänger ein, die unter schlechten Bedingungen das Spielerlebnis extrem stören.

Ansonsten leisten die 1664 Cuda-Kerne des GM204-Chips laut anderer Tests saubere Arbeit: Aktuell gibt es kein Spiel, das die Zotac GTX 970 ernsthaft unter Full-HD in die Knie zwingen könnte. In der Regel lassen sich Grafikdetails in 1080p maximal ausreizen ohne dabei ernsthaft in die Nähe der kritischen 30-FPS-Grenze zu geraten. The Witcher 3: Wild Hunt, GTA V, Crysis 3 und andere herausfordernde Spiele fahren so stets in flüssigen Gewässern. Bei manchen Titeln sind mit leichten Tweaks sogar 60 Bilder pro Sekunde realistisch.

Fazit
Zotac's kleinster unter den GTX-970-Geschwistern hat einen soliden Stand. Betriebstemperaturen bleiben stets im grünen Bereich und die Lautstärke unter Last erreicht laut verschiedener Testquellen dabei akzeptable Werte. Eine einfache, schnörkellose, wenn auch höchst effiziente Karte ohne auffällige Extras. Wer auf reine Gaming-Performance mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt, kann getrost zur Zotac-Variante greifen.

Selbst hochwertige Titel, wie The Witcher 3: Wild Hunt oder GTA V lassen sich damit in sehr hohen Details spielen ohne ernsthaft der 30 FPS-Grenze gefährlich nahezukommen. Störendes Spulfiepen während dem Betrieb ist bei geschlossenem Gehäuse und fixierten Frameraten nicht in störender Lautstärke wahrzunehmen. Nur wer ohne vertikale Synchronisation oder in 120 FPS aufwärts spielen möchte, droht zunehmend ein wahrnehmbares Geräusch zu provozieren.

Das Gesamtpaket überzeugt: Viel Grafik für wenig Geld (330€, Stand August 2015) und sorgt für eine potente Beschleunigung aller erhältlichen 3D-Titel unter Full-HD.


Vorteile
+ günstig
+ sehr hohe Details in Full-HD
+ kurze PCB-Länge

Nachteile
relativ Warm
nur 3,5GB Grafikspeicher effizient nutzbar
Power-Target reduziert maximalen Takt

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