Arten von Grafiklösungen in der Übersicht: Bauformen und Anwendungsgebiete

Es gibt verschiedene Arten von Grafiklösungen, und wie die Grafikeinheiten im PC verbaut werden, kann variieren. Dabei braucht man nicht immer eine zusätzliche "Grafikkarte", um ein Bild auf dem Monitor darstellen zu können. Heute gibt es bereits Lösungen, die es ermöglichen ohne zusätzliche Grafikkarte Bilder darzustellen. Dies lohnt sich aber nicht für jeden Nutzer, denn es kommt im Endeffekt darauf an, welche Leistung man persönlich erfordert.

arten-von-grafikloesungen-in-der-uebersicht-bauformen-und-anwendungsgebiete-beitragsbild-neu

Man unterscheidet generell zwischen den "integrierten Grafikeinheiten" und den "externen Grafikkarten". Es handelt sich bei beiden Varianten, um Grafiklösungen, die sich vor allem in der Bauform und in den Anwendungsgebieten unterscheiden.


Integrierte Grafikeinheit
Von einer integrierten Grafikeinheit (Integrated Graphics Processor, kurz IGP) spricht man, wenn die Funktionalität der Grafikkarte in den Chipsatz des Mainboards oder in den Prozessor (z. B. Intel i5) integriert wurde. Man spricht auch von "onboard" Grafikkarten, da die Grafikfunktionen bereits im Chipsatz des Prozessors integriert sind und von dort aus die Grafikausgabe erfolgt.

Anbieter von integrierten Grafikeinheiten sind momentan: AMD, Intel, Nvidia, PowerVR, SiS und VIA Technologies.

IGPs bieten alle 2D-Funktionen, aber meistens nur langsame oder veraltete 3D-Funktionalität und werden daher vornehmlich in Bereichen mit geringeren Grafikanforderungen eingesetzt. Derzeit unterstützen die Hersteller AMD und Intel DirectX in Version 11 sowie aktuelle Standards wie OpenCL oder OpenGL. Wegen ihres niedrigen Stromverbrauchs werden sie auch häufig in Notebooks eingesetzt oder in Gaming Laptops, um Platz zu sparen. Bei besonders kompakten oder preiswerten Geräten wird auf einen eigenen Grafikspeicher verzichtet und stattdessen der Hauptspeicher des Rechners mitverwendet, was sich jedoch negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Vorteil
Der Vorteil solcher integrierten Grafikeinheiten besteht darin, dass keine weiteren Komponenten benötigt werden, um die Grafikausgabe zu ermöglichen. Außerdem sind die Leitungswege relativ kurz, sodass auch der "normale" RAM (Arbeitsspeicher) des Computers von der Grafikeinheit mitgenutzt wird, wodurch auf einfachem Wege die Grafik ausgeben werden kann.

Nachteil
Nachteil ist jedoch, dass die Leistung dieser integrierten Grafikchips oft nicht ausreicht, um z.B. hochauflösende und grafisch anspruchsvolle Spiele darzustellen. Deshalb sollte man von vornherein wissen, welchen Nutzen der PC erfüllen soll.


Externe Grafikkarte
Bei der externen Grafikkarte handelt es sich um eine PC-Erweiterungskarte, welche über einen AGP-, PCI- oder PCI-Express-Anschluss mit dem Mainboard des Computers verbunden wird. Von dort aus schickt die Grafikkarte dann Bilder zum Monitor.

Vor allem für Spieler kommt eine externe Grafikkarte in Frage, da sie auf die Leistungsfähigkeit angewiesen sind. High-End-Grafikkarten verfügen über sehr starke Grafikprozessoren und werden speziell für grafisch aufwendige 3D-Spiele optimiert. Externe Grafikkarten sind für PC-Spieler einer der wichtigsten PC-Komponente.

Es gibt sie in verschiedenen Preisklassen von rund 25 € bis zu 1000 €, wobei die teuren Grafikkarten eher bei Spielern in Frage kommen. Die günstigen Einsteiger-Grafikkarten sind sehr leistungsschwach und deshalb nicht zu empfehlen. Die größten und besten Hersteller von Grafikchips sind hauptsächlich AMD und Nvidia, hier konkurrieret die "AMD-Radeon-Serie" mit der "Nvidia Geforce-Reihe". Deren Grafikchips werden von einer Vielzahl von Grafikkarten-Herstellern, wie Asus, MSI oder Sapphire verwendet.

Vorteil
Die externen Grafikkarten haben den Vorteil, dass sie sehr leistungsstark sind und 3D-Darstellungen ohne Probleme wiedergeben können. Sie sind sehr schnell und so kann man grafische Anwendungen flüssig und ruckelfrei ausführen. Zudem lassen Sie sich schnell austauschen, falls Hardware-Fehler auftauchen sollten.

Nachteil
Der Nachteil liegt im Stromverbrauch. Externe Grafikkarten benötigen eine sehr hohe Stromzufuhr, denn nur so können sie Ihre Höchstleitung erreichen. Außerdem benötigen solche Grafikkarten einen Kühlkörper, da sehr viel Wärme bei der Berechnung von Grafikdarstellungen produziert wird. Die aktive Kühlung ist nicht geräuschlos und daher beim Spielen zu hören.


Jetzt mit deinen sozialen Netzwerken teilen!

Weitere Informationen zu dem Thema:

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Know How.