Hersteller von Grafikprozessoren: AMD Radeon und Nvidia GeForce

Es gibt verschiedene Grafikkarten-Hersteller, die mehrere Modelle von Grafikkarten anbieten. Zu beachten ist, dass fast alle heute produzierten Grafikprozessoren für PC's von AMD, Intel oder Nvidia stammen. Intel hat sich jedoch eher auf integrierte Grafikeinheiten spezialisiert, hier ist ein Grafikchip in der CPU oder auf dem Mainboard verbaut.

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Die zwei größten Hersteller von Grafikprozessoren für externe Grafikkarten sind also AMD und Nvidia. Diese konkurrieren auf dem Markt und versuchen mit immer leistungsstärkeren GPU's den Kunden für sich zu gewinnen. Die Grafikkarten selbst, werden aber von anderen Herstellern produziert und verkauft. Es werden aber nicht nur Grafikkarten für den PC vertrieben, sondern auch für Gaming Laptops.


AMD Radeon
AMD ist mit der AMD Radeon Reihe (früher ATI Radeon) neben der Nvidia GeForce Reihe einer der größten Hersteller von Grafikprozessoren auf dem Grafikkarten-Markt. Im Segment der professionellen Grafikkarten wird auch die Bezeichnung AMD FirePro benutzt.

Es gibt die Radeon-Reihe für Desktop-Computer und die ATI-Mobility Radeon-Reihe, die speziell für Notebooks konzipiert wurde. Hier soll durch verschiedene Stromspartechniken die Akkulaufzeit verlängert werden, da Grafikkarten in der Regel eher viel Strom verbrauchen.

Die Radeon-Grafikkarten gibt es in verschiedenen Modellreihen, zu beachten ist hier die Modellbezeichnung, denn diese sagt viel über die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte aus. Seit dem Jahre 2013 verwendet AMD ein neues Namensschema für seine Grafikkarten.

Mit der Einführung der R200-Serie wurde ein R (R für Radeon) an den Anfang der Modellbezeichnung gesetzt. Es gibt die Abkürzungen R5, R7 und R9, die alle auf die verschiedenen Leistungsklassen hinweisen sollen. Nach dem R folgt eine dreistellige Nummer, die Informationen über die Generation und die jeweilige Leistungsklasse gibt. Die erste Ziffer steht für die Generation der Grafikkarte und die zweite sowie die dritte Ziffer geben Auskunft über die Leistungsklasse und den verwendeten Grafikchip bzw. Grafikprozessor. Oft steht am Ende der Nummer ein „X“, welches für den Vollausbau des Grafikchips steht. Es gibt aber auch AMD Radeon Grafikkarten die am Ende der Modellbezeichnung ein „X2“ stehen haben, dieses steht nicht für einen Vollausbau des Grafikchips, sondern es weist darauf hin, dass eine doppelte Chipbestückung bei der Grafikkarte vorliegt.

Zu beachten ist, dass die Nummerierung bei der Modellbezeichnung nicht immer chronologisch ist und dass Grafikprozessoren mit höheren Nummern nicht unbedingt über eine viel bessere Grafikleistung verfügen.

Produziert und vertrieben werden Grafikkarten mit AMD Radeon-Chips fast ausschließlich von Drittfirmen. Dazu zählen z.B. die Hersteller: Asus, MSI und Sapphire.


Nvidia GeForce
Nvidia ist ein weltweit bekannter Hersteller von leistungsstarken Grafikprozessoren für Desktop-Computer. Die GeForce Grafikkarten-Reihe von Nvidia konkurriert am Markt hauptsächlich mit der Radeon-Reihe von AMD. Grafikkarten der Marke Nvidia werden für den professionellen Einsatz unter dem Namen „Quadro“ vertrieben.

Neben den GeForce-Grafikkarten für den Desktop-Einsatz gibt es auch welche, die für Notebooks (GeForce Go bzw. GeForce M) oder auch Mobiltelefone (GoForce) konzipiert wurden. Hier wurde der Grafikchip speziell für einen geringfügigen Stromverbrauch entwickelt und angepasst.

GPU’s der Marke Nvidia haben einen Codenamen mit der Form NVxx bzw. Gxx oder auch Cxx. Das Schema der Nummerierung ist recht simpel: Ganze 10er-Stellen stehen für das erste Produkt einer Serie/Produktfamilie und sind meist auch deren Flaggschiff. Auch hier sollte beachtet werden, dass die Nummerierung bei der Modellbezeichnung nicht immer chronologisch ist und dass Grafikprozessoren mit höheren Nummern nicht unbedingt über eine viel bessere Grafikleistung verfügen.

Die verschiedenen Grafikkarten-Modelle der GeForce-Reihe basieren teilweise auf der gleichen GPU. Nur die internen Mechanismen werden hin und wieder eingeschränkt, z.B. werden aufgrund von Produktionsfehler Pipelines gesperrt oder die Taktfrequenz des Grafikprozessors verringert.

Im Jahre 2006 hat Nvidia die GeForce-8-Serie eingeführt und war somit das erste Unternehmen, dass Grafikprozessoren mit DirectX-10-Unterstützung anbot. Dadurch wurde zugleich auch eine Unterstützung des neuen Shader-Models Version 4.0 angeboten.

Auch hier werden die Grafikkarten mit integriertem Nvidia GeForce-Grafikchip fast ausschließlich von Drittfirmen produziert und vertrieben. Dazu zählen z.B. die Hersteller: Asus, EVGA, Gigabyte, MSI, Palit und Zotac.


⇒ Grafikkarten-Hersteller in der Übersicht


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